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Im Zuge der umfassenden Sanierung der rechten Rheinstrecke zwischen dem 10. Juli und dem 12. Dezember werden mehrere Bahnhöfe modernisiert und barrierefrei ausgebaut. In den vergangenen Wochen wurde dabei insbesondere über die geplanten Bahnsteighöhen in Neuwied und Engers diskutiert. Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord hat nun die Hintergründe erläutert.
Nach Angaben des SPNV-Nord hatten sich die Verantwortlichen gemeinsam mit Partnern aus Nordrhein-Westfalen für Bahnsteige mit einer Höhe von 76 Zentimetern entlang der Strecke eingesetzt. Die technische Prüfung und Umsetzung liege jedoch in der Verantwortung der Deutschen Bahn.
Die rechte Rheinstrecke ist Teil eines bedeutenden Güterverkehrskorridors. Dort verkehren regelmäßig auch Züge mit besonders großen oder überbreiten Transportgütern, etwa Großtransformatoren. Um diese Transporte sicher durchführen zu können, dürfen Bahnsteige an bestimmten Abschnitten eine Höhe von 55 Zentimetern nicht überschreiten.
Für den Bahnhof Neuwied hat dies konkrete Auswirkungen: Die Station wurde bereits 2014 modernisiert und verfügt seitdem über 55 Zentimeter hohe Bahnsteige. Im Rahmen der anstehenden Korridorsanierung sind dort keine weiteren Umbauten vorgesehen.
Anders sieht es in Engers aus. Hier werden unter anderem neue Aufzüge installiert und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit umgesetzt. Die bisher 38 Zentimeter hohen Bahnsteige werden auf 55 Zentimeter angehoben.
Trotz der geringeren Bahnsteighöhen soll die Barrierefreiheit gewährleistet bleiben. Nach Angaben des SPNV-Nord kommen weiterhin Fahrzeuge mit Rampen und Einstiegshilfen zum Einsatz. Dadurch sollen mobilitätseingeschränkte Menschen, Rollstuhlfahrer, Reisende mit Kinderwagen sowie ältere Fahrgäste die Bahnhöfe problemlos nutzen können.
Für die Zukunft setzt der SPNV-Nord zudem auf technische Weiterentwicklungen im Fahrzeugbereich. „Wir wollen künftig eine technische Innovation nutzen, bei der in einem Wagen ein Einstieg auf 55 Zentimetern und an einer anderen Tür ein Einstieg auf 76 Zentimetern möglich ist“, erklärt Verbandsdirektor Thorsten Müller. Ob diese Lösung bereits mit dem nächsten Interimsvertrag ab Ende 2028 umgesetzt werden kann, werde derzeit geprüft.
Geschrieben von: Redaktion
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