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Shamonda-Virus bei Rindern im Kreis Neuwied nachgewiesen

today22. September 2026 4

Hintergrund
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Das durch blutsaugende Gnitzen übertragene Shamonda-Virus (SHAV) ist inzwischen auch bei Rindern im Landkreis Neuwied nachgewiesen worden. Das Veterinäramt der Kreisverwaltung informiert Tierhalter über die aktuelle Situation und mögliche Schutzmaßnahmen. Nach derzeitiger Kenntnis besteht für Menschen kein relevantes Infektionsrisiko.

Bei Rindern verläuft eine Infektion meist mild, allerdings werden insbesondere bei laktierenden Milchkühen Fieber, eine verringerte Milchleistung und Futteraufnahme sowie teilweise wässriger Durchfall beobachtet. Noch nicht abschließend geklärt ist, ob das Virus bei trächtigen Tieren zu Schädigungen der Föten führen kann. Auch bei Pferden sind schwerere Krankheitsverläufe möglich, wie ein bestätigter Fall aus Rheinland-Pfalz zeigt.

Da eine vollständige Vermeidung der Infektion derzeit nicht möglich ist, empfiehlt das Veterinäramt einen konsequenten Insektenschutz. Dazu zählen unter anderem geeignete Repellentien, Fliegen- und Ekzemerdecken, Fliegenmasken sowie Insektenschutzgitter. Außerdem sollten Tiere während der stärksten Gnitzenaktivität möglichst im Stall oder unter geschützten Unterständen gehalten werden. Bei entsprechenden Symptomen sollten Tierhalter zeitnah den Hoftierarzt kontaktieren.

Geschrieben von: Redaktion

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