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Oberlandesgericht Koblenz: Verbrechen gegen die Menschlichkeit

today27. April 2026 1

Hintergrund
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Vor dem Oberlandesgericht Koblenz begann heute früh der Prozess gegen einen 48-jährigen syrischen Staatsangehörigen. Der Angelakte soll sich wegen 70-fachen Mordes sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten.

Laut Bundesanwaltschaft soll der Mann zwischen Ende April 2011 und Mitte April 2012 als Wärter in einem Gefängnis des syrischen Geheimdienstes in Damaskus tätig gewesen sein. Dort sei er an mehr als 100 Verhören beteiligt gewesen, bei denen Gefangene systematisch gefoltert und misshandelt worden sein sollen.

Die Vorwürfe umfassen unter anderem Stromstöße, Schläge und weitere brutale Misshandlungen. Infolge der Gewalt und der katastrophalen Haftbedingungen sollen mindestens 70 Gefangene ums Leben gekommen sein, was der Angeklagte laut Anklage billigend in Kauf genommen habe.

Der Beschuldigte wurde im Mai 2025 festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Staatsschutzsenat des Gerichts verhandelt den Fall als Teil der juristischen Aufarbeitung von Verbrechen im syrischen Bürgerkrieg.

Geschrieben von: Redaktion

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