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Koblenz treibt kommunale Wärmeplanung weiter voran

today16. Juni 2026 5

Hintergrund
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Die Stadt Koblenz, die Stadtwerke Koblenz und die Energieversorgung Mittelrhein (evm) arbeiten weiterhin gemeinsam an der Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung. Ziel ist eine langfristig bezahlbare, verlässliche und zunehmend klimafreundliche Wärmeversorgung im Stadtgebiet. Seit dem Beschluss des Wärmeplans im November 2024 sind bereits mehrere konkrete Projekte gestartet worden. Gleichzeitig befinden sich weitere Maßnahmen in der Vorbereitung, insbesondere in den Fokusgebieten Rauental, Karthause, Altstadt und Industriehafen.

Im Rauental sollen bestehende Wärmenetze künftig schrittweise dekarbonisiert und erweitert werden. Durch Kooperationen der Netzbetreiber ergeben sich zusätzliche Ausbaumöglichkeiten. Die Wärmeplanung sieht dort besonders günstige Voraussetzungen für größere Netzstrukturen.

Auf der Karthause wurde ein Kerngebiet für ein neues Wärmenetz identifiziert. Vor allem der Bereich rund um Bundesarchiv, Berliner Ring und Flugfeld gilt als geeignet. Als mögliche Energiequellen werden unter anderem Großwärmepumpen sowie Hackschnitzelanlagen geprüft.

In der Altstadt zeigen Untersuchungen, dass ein flächendeckendes Wärmenetz aufgrund der baulichen Struktur nicht realisierbar ist. Stattdessen werden kleinere, dezentrale Lösungen in einzelnen Quartieren wie dem Weindorf oder im Umfeld von St. Kastor geprüft. Dabei spielt insbesondere die Nutzung von Abwasser- und Rheinwärme eine Rolle.

Im Bereich Industriehafen läuft derzeit eine Machbarkeitsstudie für die zukünftige Wärmeversorgung. Neben Stadt und Stadtwerken sind auch Unternehmen aus dem Gebiet beteiligt. Ziel ist es, tragfähige Lösungen für Kesselheim und Wallersheim zu entwickeln.

Parallel dazu wird der Ausbau erneuerbarer Energien in Koblenz weiter vorangetrieben. Die Photovoltaikleistung stieg seit 2024 deutlich an und soll bis Ende 2027 auf rund 5 MW anwachsen. Auch die KO-Solar GmbH trägt mit neuen Anlagen zum Ausbau bei. Nach Einschätzung der Verantwortlichen bleibt die Wärmewende ein langfristiger Prozess, der schrittweise umgesetzt wird.

Geschrieben von: Redaktion

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