
Der DARC-Ortsverband K47 legt ein Funk-Diplom zu Mayener Sehenswürdigkeiten auf – mit dem Grubenfeld im Vulkanpark als einer von sechs Stationen.
Manchmal braucht es einen ungewöhnlichen Anlass, um auf die eigene Heimat zu schauen. Für Mayen ist das gerade ein Amateurfunk-Diplom. Der Ortsverband K47 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs hat ein Kurzzeit-Diplom mit dem Titel „Sehenswürdigkeiten der Stadt Mayen“ aufgelegt, das im Jahr 2027 gearbeitet werden kann. Wie der DARC auf seiner Vereinsseite mitteilt, sollen Funkamateure weltweit damit die Besonderheiten der Eifelstadt funkaktiv entdecken.
Das Prinzip ist einfach erklärt: Sechs Referenzpunkte in und um Mayen stehen für das Diplom zur Auswahl. Wer mit Stationen an diesen Orten per Funk Kontakt aufnimmt, sammelt Punkte für unterschiedliche Diplomklassen. Mit dabei ist, neben der Genovevaburg, der Stadtmauer mit Brückentor, dem Marktplatz und dem Schieferbergwerk, auch das Mayener Grubenfeld im Vulkanpark.
Laut der Beschreibung des DARC gehört das Grubenfeld zu den beeindruckendsten Landschaften rund um Mayen und ist Teil des Vulkanparks. Die dortige Basaltlava entstand demnach vor etwa 200.000 Jahren durch Ausbrüche des Bellerberg-Vulkans. Aus dem harten Gestein stellten Menschen schon vor rund 7.000 Jahren Mühlsteine, Reibsteine und Werksteine her – eine Handwerkstradition, die das Gelände bis heute prägt.
Ein Rundweg führt durch die ehemaligen Steinbrüche, vorbei an hohen Basaltwänden, alten Kränen und Spuren der Bergarbeit aus mehreren Jahrhunderten. Zu den bekanntesten Punkten zählen laut DARC der Silbersee, der Skulpturenpark Lapidea mit Kunstwerken aus vulkanischem Stein sowie ehemalige Stollen, die heute Fledermäusen als Lebensraum dienen. Am Rand des Geländes informiert das Besucherzentrum Erlebniswelten Grubenfeld interaktiv über Vulkanismus, Basaltabbau und das Leben der früheren Steinbrecher.
Neben dem Grubenfeld führt das Diplom auch zur Genovevaburg mit ihrem markanten Goloturm, zum historischen Marktplatz mit der St.-Clemens-Kirche und zum Deutschen Schieferbergwerk, das rund 16 Meter unter der Burg liegt. Auch eine Verbindung zur Sonderstation DQ45MYK ist für das Diplom Pflicht. Je nach Anzahl der gearbeiteten Referenzen und Rufzeichen gibt es laut DARC drei Klassen – von der Basisklasse mit vier Referenzen bis zur Topklasse mit sechs Referenzen und jeweils zwei Rufzeichen pro Station.
Das Diplom kann vom 1. Januar bis 31. Dezember 2027 gearbeitet werden, Anträge dafür sind bis zum 30. Juni 2028 möglich. Es ist laut DARC kostenfrei als PDF erhältlich, Anträge nimmt der Ortsverband per E-Mail entgegen.
Wer mit Amateurfunk sonst wenig am Hut hat, bekommt hier trotzdem einen schönen Nebeneffekt: eine kompakte Liste dessen, was Mayen ausmacht – von vulkanischer Erdgeschichte bis zur mittelalterlichen Stadtmauer. Ein Grund mehr, dem Grubenfeld beim nächsten Spaziergang etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken.






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