
Bibliolog in Engers: Am 13. November 2026 lädt MehrWert im Heinrich-Haus zu kreativer Bibelarbeit ein, offen für Suchende, Fragende und Zweifelnde.
Manche Texte kennt man, ohne sie wirklich zu kennen. Genau da setzt der sogenannte Bibliolog an, eine Methode der kreativen Bibelarbeit, die in Neuwied-Engers vorgestellt wird. Wie die Seite katholisch-neuwied.de ankündigt, lädt das Format MehrWert am Freitag, 13. November 2026, von 16 bis 18 Uhr in die Kapelle des Heinrich-Hauses in der Alten Schloßstraße 1 ein.
Laut der Ankündigung auf katholisch-neuwied.de macht ein Bibliolog biblische Texte lebendig, indem Teilnehmende selbst Teil der Geschichte werden. Die Methode orientiert sich an der jüdischen Tradition des Midrasch und arbeitet mit dem Bild von schwarzem und weißem Feuer: Das Geschriebene ist das schwarze Feuer, das, was zwischen den Zeilen steckt — Gedanken, Gefühle, unausgesprochene Motive biblischer Figuren — das weiße. Der Nachmittag in Engers will genau dieses weiße Feuer zum Lodern bringen, wie es in der Veranstaltungsbeschreibung heißt.
Vorkenntnisse braucht es laut Ankündigung keine. Gefragt sind Neugier und Lust am Entdecken, mehr nicht. Das Format richtet sich dabei ausdrücklich an Menschen zwischen 44 und 66 Jahren, an Suchende, Fragende, Glaubende und Zweifelnde gleichermaßen, so die Beschreibung auf katholisch-neuwied.de.
MehrWert ist nach Angaben von katholisch-neuwied.de eine Veranstaltung des Fachteams Glaubenskommunikation und Spiritualität im Pastoralen Raum Neuwied. Geleitet wird der Nachmittag von Annegret Schneider und Petra Frey. Für Rückfragen nennt die Ankündigung Petra Frey, erreichbar unter der Telefonnummer 02631/73422.
Wer bei „Bibelarbeit“ an stilles Zuhören und brave Auslegung denkt, liegt hier daneben. Der Bibliolog setzt auf Beteiligung statt Belehrung. Das macht ihn zu einem Format, das auch jenseits klassischer Gemeindearbeit spannend sein kann — für alle, die mit alten Texten ringen und merken, dass darin noch mehr steckt, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Die Engerser Kapelle wird für zwei Stunden zum Ort, an dem Jahrtausende alte Geschichten plötzlich wieder Fragen stellen, die heute genauso gültig sind wie damals.
Ob man selbst gläubig, suchend oder einfach nur neugierig ist — der Nachmittag im Heinrich-Haus zeigt, dass Bibeltexte keine musealen Stücke sein müssen. Manchmal reicht ein Freitagnachmittag, um das zu merken.






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