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Landräte kritisieren geplante Krankenversicherung Reform

today9. Juli 2026 15

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Die Landräte aus dem Norden von Rheinland-Pfalz stellen sich geschlossen gegen die geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Bei ihrer Konferenz im Kreishaus Neuwied warnten sie vor erheblichen finanziellen Folgen für Krankenhäuser und die medizinische Versorgung, besonders im ländlichen Raum.

Nach ihrer Einschätzung würden steigende Personal-, Energie- und Sachkosten künftig nicht mehr vollständig ausgeglichen. Das könnte vor allem kleinere und mittelgroße Kliniken finanziell stark belasten. Im Landkreis Neuwied rechnen die Verantwortlichen je nach Krankenhaus mit jährlichen Einbußen zwischen 1,5 und 6 Millionen Euro.

Die Landräte befürchten, dass Kommunen im Ernstfall Krankenhäuser finanziell stützen oder sogar übernehmen müssten. Das würde die ohnehin angespannten Haushalte der Landkreise zusätzlich belasten.

Auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft lehnt die Reform ab und warnt vor einem „Kahlschlag“ in der Krankenhauslandschaft. Sie hatte stattdessen Vorschläge zum Bürokratieabbau und zur Kostensenkung vorgelegt.

Die Landräte hoffen nun, dass der Bundesrat die Reform noch einmal überprüfen lässt.

Geschrieben von: Redaktion

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