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Anklage nach Millionenbetrug im Fall „Operation Chargeback“

today7. Juli 2026 6

Hintergrund
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Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hat Anklage gegen neun Beschuldigte im Zusammenhang mit der internationalen Betrugs- und Geldwäscheermittlung „Operation Chargeback“ erhoben. Den Angeschuldigten wird vorgeworfen, Teil eines kriminellen Netzwerks gewesen zu sein, das gestohlene Kreditkartendaten nutzte und so einen Schaden von mindestens 350 Millionen Euro verursachte.

Nach Angaben der Ermittler wurden Daten von mehr als 4,3 Millionen Kreditkarten aus 193 Ländern missbraucht. Über gefälschte Internetseiten sollen unberechtigte Rückbelastungen (Chargebacks) ausgelöst worden sein. Weitere Betrugsversuche in Höhe von rund 750 Millionen Euro scheiterten, weil viele der betroffenen Kreditkarten bereits ungültig waren.

Zu den Beschuldigten zählen laut Medienberichten unter anderem eine ehemalige Wirecard-Managerin sowie weitere Personen aus der Zahlungsdienstleistungsbranche. Mehrere Verdächtige befinden sich in Untersuchungshaft. Die Verteidiger weisen die Vorwürfe zurück.

Die umfangreiche Anklage steht auch im Zusammenhang mit dem Wirecard-Komplex und könnte Auswirkungen auf den laufenden Strafprozess gegen den früheren Wirecard-Vorstandschef Markus Braun haben. Bereits Ende 2025 hatten internationale Razzien in mehreren Ländern zur Festnahme zahlreicher Verdächtiger und zur Sicherstellung von Vermögenswerten in Millionenhöhe geführt.

Geschrieben von: Redaktion

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