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Großrazzia gegen Neonazi-Gruppen auch in Mayen-Koblenz

today6. Mai 2026 3

Hintergrund
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Bei einer bundesweiten Aktion gegen mutmaßlich rechtsextreme Strukturen haben Ermittler am Morgen auch im Landkreis Mayen-Koblenz und Ahrweiler Objekte durchsucht. Insgesamt waren rund 600 Einsatzkräfte in 12 Bundesländern im Einsatz. Sie durchsuchten etwa 50 Wohnungen und andere Gebäude.

Hintergrund sind Ermittlungen gegen zwei rechtsextreme Gruppen. 36 Personen stehen im Verdacht, an den Vereinigungen „Jung und Stark“ und „Deutsche Jugend voran“ beteiligt zu sein oder diese unterstützt zu haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen die Bildung oder Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor.

Nach Angaben der Ermittler nehmen einige Beschuldigte führende Rollen in den Gruppen ein. Gegen acht Personen wird zusätzlich wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der jüngste Beschuldigte ist 16 Jahre alt.

Die Gruppen sind bundesweit organisiert und in Regionalstrukturen aufgeteilt. Die Mitglieder vernetzen sich über soziale Medien und bei Treffen. Dabei sollen sie auch zu Gewalttaten gegen politische Gegner und vermeintlich Pädophile aufgerufen haben.

Nach bisherigen Erkenntnissen kam es bereits zu Angriffen auf Personen aus der linken Szene sowie auf Menschen, die die Täter für pädophil hielten. Die Opfer wurden demnach teils von mehreren Personen attackiert und verletzt.

Auch Störungen und Angriffe auf Christopher-Street-Day-Veranstaltungen werden den Gruppen zugerechnet.

Die Gruppen sollen seit Mitte 2024 bestehen. Festnahmen gab es bei der Aktion nicht. Die Ermittlungen dauern an.

Geschrieben von: Redaktion

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