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Wenn Lehrkräfte aus ganz Rheinland-Pfalz gemeinsam auf die Bühne gehen

Lehrkräfte aus ganz Rheinland-Pfalz standen in Neuwied gemeinsam auf der Bühne: LandesLehrkräfteChor und Bigband feierten ihr erstes gemeinsames Konzert.

Redaktion
·
4. November 2026
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Zuletzt aktualisiert: vor 4 Stunden

Zwei Ensembles, ein Abend, eine Bühne

Kennst du das Gefühl, wenn jemand, den du nur aus einem ganz bestimmten Zusammenhang kennst, plötzlich eine völlig andere Seite zeigt? Genau das passiert am Freitag, 13. November 2026, im neuen Deichherz in Neuwied. Dort stehen die LandesLehrkräfteBigBand Rheinland-Pfalz und der LandesLehrkräfteChor Rheinland-Pfalz erstmals gemeinsam auf einer Bühne. Beide Ensembles bestehen aus Lehrkräften, die sonst vor Schulklassen stehen und an diesem Abend selbst im Rampenlicht musizieren. Wie der NR-Kurier berichtet, beginnt das Konzert um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Das Programm ist bewusst breit angelegt. Der Chor und die Bigband stellen zunächst getrennt ihre eigene musikalische Welt vor, bevor beide Formationen zum Abschluss gemeinsam musizieren. Genau dieser Moment dürfte der Höhepunkt des Abends werden: zwei Klangkörper, die sich sonst selten begegnen, verschmelzen zu einer großen Besetzung.

Von Renaissance bis Coldplay – der LandesLehrkräfteChor

Unter der Leitung von Markus Detterbeck bringt der LandesLehrkräfteChor ein Programm mit, das mehrere Jahrhunderte Chormusik umspannt. Laut NR-Kurier stehen Werke der Renaissance neben romantischer Chormusik und zeitgenössischen Kompositionen. Dazu kommen bekannte Songs von Coldplay und Stevie Wonder – eine Mischung, die zeigt, wie vielseitig Chorarbeit heute sein kann.

Wie die Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz mitteilt, ist das Neuwieder Konzert der Abschluss der mittlerweile dritten Projektarbeitsphase des Chores. Die Arbeitsphase begann bereits am Donnerstag, 12. November, um 15 Uhr und endete nach dem Konzert am Freitagabend gegen 21 Uhr. Teilnehmende Lehrkräfte erhielten vorab Noten, um sich im eigenen Tempo vorzubereiten – so konnte die gemeinsame Probenarbeit direkt musikalisch in die Tiefe gehen. Laut Landesmusikakademie war die Teilnehmerzahl auf etwa 30 bis 50 Personen ausgelegt, offen auch für Lehrkräfte, die bisher noch nicht dabei waren.

Jazz, Latin und Funk – die LandesLehrkräfteBigBand

Die LandesLehrkräfteBigBand unter Leitung von Andreas Steffens setzt andere Akzente. Nach Angaben des NR-Kurier umfasst ihr Programm Klassiker von Count Basie und Duke Ellington, dazu Latin- und Funk-Nummern sowie Arrangements von Songs, die durch Norah Jones und Roger Cicero bekannt wurden. Tradition und Gegenwart treffen hier aufeinander – ein Streifzug durch die Bandbreite dessen, was eine Bigband heute klanglich leisten kann.

Entstanden aus den Landeskongressen Musikunterricht

Beide Ensembles sind kein Zufallsprodukt. Wie der NR-Kurier berichtet, gehen sie auf die vergangenen Landeskongresse Musikunterricht zurück, die in enger Zusammenarbeit zwischen der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz und dem Bundesverband Musikunterricht (BMU), Landesverband Rheinland-Pfalz, stattfanden. Seitdem treffen sich die Mitglieder beider Formationen zu regelmäßigen Arbeitsphasen, bei denen musikalische Praxis, Fortbildung und kollegialer Austausch zusammenkommen.

Die Landesmusikakademie beschreibt das Projekt des Chores als eine Verbindung aus Gemeinschaft, Fortbildung und künstlerischem Anspruch. Teilnehmende sollen nicht nur neue Chorliteratur kennenlernen, sondern auch praxisnahe Impulse für die eigene Unterrichtsarbeit mitnehmen. Der Kurs ist vom Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz unter der Kennziffer MA.2677 als dienstlichen Interessen dienend anerkannt.

Dass Lehrerinnen und Lehrer sich auf diese Weise künstlerisch zeigen, hat nach Angaben des NR-Kurier auch einen Nebeneffekt: Die Ensembles machen den Lehrerberuf in seiner Vielfalt sichtbar – als einen Beruf, der nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch auf der Bühne stattfinden kann. Veranstaltet wird das Konzert vom BMU Landesverband Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz.

Ein Abend, der zeigt, wie nah Schule und Bühne beieinander liegen können

Der Konzertort selbst ist Teil der Geschichte: Laut Landesmusikakademie wurde die Veranstaltung ursprünglich an einem anderen Ort geplant und dann in die neue Neuwieder Konzerthalle Deichherz verlegt. Für die Region ist das Konzert damit auch eine kleine Premiere für den neuen Veranstaltungsort selbst.

Was bleibt, ist ein Abend, der zeigt, dass Musik und Schule näher beieinanderliegen, als man im Alltag oft denkt. Wer am 13. November in Neuwied war, hat Lehrkräfte aus ganz Rheinland-Pfalz erlebt, die ihre Leidenschaft fürs Musizieren mit auf die große Bühne gebracht haben – von der Renaissance bis zu Roger Cicero, von der Probenarbeit bis zum gemeinsamen Finale.

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