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Lahnstein wird zum Flughafen: Musical „Lahnrock Airways“ geht an den Start

Musical „Lahnrock Airways“ feiert am 23. Oktober Uraufführung im Theater Lahnstein. Premiere ausverkauft, doch für Generalprobe und weitere Termine gibt es…

Redaktion
·
3. November 2026
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Zuletzt aktualisiert: vor 1 Tag

Drei Flugbegleiter, ein Jobcenter und eine verrückte Idee

Wer hat nicht schon mal davon geträumt, einfach alles hinzuschmeißen und neu anzufangen? Genau darum geht es im neuen Musical „Lahnrock Airways – ein Trolly-Dolly-Musical“, das am 23. Oktober im Theater Lahnstein seine Uraufführung feiert. Die Stadt Lahnstein hat das Stück eigens für ihr Theater entwickeln lassen, und die Geschichte dahinter ist tatsächlich herrlich schräg.

Im Mittelpunkt stehen die drei Flugbegleiter Petra, Bibi und Maurice. Alle drei verlieren innerhalb derselben Woche ihren Job und stranden ausgerechnet in Lahnstein. Im Jobcenter treffen sie auf Frau Bögel, eine Metzgerin, die völlig unverhofft ein Millionenerbe macht. Der Haken an der Sache: Das Geld muss sinnvoll investiert werden. Was macht man also mit einem Haufen Geld und drei arbeitslosen Flugbegleitern? Richtig – man gründet eine eigene Fluggesellschaft.

Das Theater wird zur Kabine

Besonders spannend wird es im zweiten Akt. Dann verwandelt sich das Theater Lahnstein kurzerhand in eine Flugzeugkabine. Die Zuschauerinnen und Zuschauer werden zu Passagieren, das Ensemble übernimmt die Rolle der Crew. Mit Bordservice, Sicherheitsvorführung und ein paar unerwarteten Zwischenfällen nimmt der turbulente Flug seinen Lauf. Wer schon immer mal wissen wollte, wie es sich anfühlt, mittendrin statt nur davor zu sitzen, bekommt hier seine Gelegenheit.

Bekannte Gesichter und Stimmen an Bord

Für die Produktion wurde ein vielseitiges Ensemble zusammengestellt. Nadine Kühn spielt Petra – sie stand bereits in den Kölner Musicals „Himmel & Kölle“ und „Kick it like a woman“ auf der Bühne und wurde dreimal mit dem Roswitha-Ring der Gandersheimer Domfestspiele ausgezeichnet. Eva Schütz übernimmt die Rolle der Bibi, bekannt unter anderem aus „Dracula – Das Musical“ und „Bibi & Tina“. Tim Stolberg, der schon in „Peter Pan“ und „Cabaret“ mitwirkte, gibt den Maurice. Die Metzgerin Frau Bögel wird von Silva Heil verkörpert, die seit vielen Jahren fest zum Ensemble des Theaters Lahnstein gehört.

Auch im Cockpit sitzen bekannte Stimmen: Das Lahnsteiner Urgestein Karl Krämer spricht Captain Hans Peter Otto. An seiner Seite ist Lukas Sauer als Co-Pilot Kevin zu hören – Schauspieler und Influencer, bekannt aus „GZSZ“ und „Unter uns“. Für Libretto, Songtexte und Melodien zeichnet Mirko Klos verantwortlich, der zugleich als Creative Director fungiert. Regie und Kostüme liegen in den Händen von Hazy Hartlieb, der seit 1989 als Stylist mit Hella von Sinnen zusammenarbeitet und unter anderem die Kostüme für die Schweizer Ausgabe von „The Masked Singer“ gestaltet hat.

Eine Hommage, die unter die Haut geht

Ein besonderer Moment erwartet das Publikum im zweiten Akt: Mit der Arie „Noch singe ich – Hommage an Mary“ würdigt Nadine Kühn den Künstler Georg Preuße und dessen legendäre Bühnenfigur Mary. Die Hommage wurde mit Preuße persönlich abgestimmt – er wird eine der Premierenvorstellungen auch selbst besuchen. Das ist mehr als nur eine nette Geste, das ist Respekt vor einer echten Bühnenlegende.

Wer jetzt noch Karten bekommt

Die Vorstellungen am 23. und 24. Oktober sind bereits restlos ausverkauft – das Interesse an der Uraufführung war offenbar groß. Wer das Musical trotzdem schon früh erleben möchte, hat am Mittwoch, den 21. Oktober, um 19.30 Uhr noch eine Chance: Dann findet die öffentliche Generalprobe statt, für die laut Angaben der Stadt Lahnstein noch ein paar Karten verfügbar sind.

Darüber hinaus gibt es für die weiteren Termine bis zum 2. Dezember noch Tickets. Erhältlich sind sie online unter www.theaterlahnstein.de sowie an allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional.

Ob man nun selbst schon mal einen Job hingeschmissen hat oder einfach Lust auf einen Abend zwischen Bordservice und großen Gefühlen verspürt – das Theater Lahnstein hebt ab, und die Region schaut zu. Wer weiß, vielleicht ist die nächste eigene Flugverspätung ja auch nur der Anfang von etwas Größerem.

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