
Rückblick: Förster erklärten in Bendorf und Vallendar, wie sich der heimische Wald an den Klimawandel anpasst und welche Herausforderungen bleiben.
Wer schon mal mit offenen Augen durch den Wald rund um Bendorf oder Vallendar gelaufen ist, hat sich vielleicht gefragt, warum manche Flächen kahl aussehen und andere dicht bewachsen sind. Genau diese Fragen standen im Mittelpunkt mehrerer Waldführungen, die unter dem Titel „Unser Wald im Klimawandel“ in den Forstrevieren Bendorf und Vallendar stattfanden. Wie die Stadt Bendorf berichtet, organisierte ein dreiköpfiges Försterteam die Veranstaltungen, um der interessierten Öffentlichkeit den aktuellen Zustand der heimischen Wälder näherzubringen.
Geleitet wurden die Führungen von Johannes Biwer, Revierleiter in Bendorf, Achim Kern, Revierleiter in Vallendar, sowie Jörg Parschau, Funktionsförster für Wald-Klima-Management im Forstamt Koblenz. Nach Angaben der Stadt Bendorf ging es dabei nicht nur um den Ist-Zustand, sondern auch um die Frage, wie sich die nachhaltige Waldbewirtschaftung an den Klimawandel anpassen muss.
Inhaltlich spannten die Führungen einen weiten Bogen. Die Stadt Bendorf nennt als Schwerpunkte die historische Einordnung der heutigen Waldbilder, eine Zwischenbilanz des naturnahen Waldumbaus, der nach den großen Windwürfen der 1990er Jahre eingeleitet wurde, sowie die aktuelle Herausforderung, die durch Dürre und Borkenkäferbefall entstandenen Schadflächen klimawandelgerecht wieder aufzuforsten.
Dabei kamen laut Stadt Bendorf auch die Unterschiede zwischen Kommunal- und Staatswald zur Sprache, etwa bei der künftig angestrebten Verteilung der Baumarten und der Gewichtung einzelner Waldfunktionen. Ebenso Thema waren die vielfältigen Ökosystem- und Erholungsleistungen des Waldes sowie die Rolle von Holz als nachwachsendem Rohstoff, der fossile Materialien ersetzen und Kohlenstoff speichern kann.
Die Fragen der Teilnehmenden waren laut Stadt Bendorf entsprechend vielfältig: Sie reichten von praktischen Tipps für den eigenen Kleinprivatwald bis hin zu kritischen Nachfragen zu aktuellen forstlichen Zielen und Praktiken. Weil die Führungen als Wanderungen angelegt waren, ergaben sich dabei auch immer wieder Gelegenheiten für Einzelgespräche mit den Förstern.
Anschaulich wurde das Prinzip der bodenschonenden Waldbewirtschaftung unter anderem anhand einer Rückegasse im Stadtwald Bendorf erläutert, wie ein Foto der Stadt Bendorf zeigt, auf dem Revierleiter Johannes Biwer den Teilnehmenden das System der sogenannten Feinerschließung demonstriert.
Wer das nächste Mal durch den Wald bei Bendorf oder Vallendar spaziert, sieht vielleicht mit etwas anderen Augen hin, was sich zwischen den Bäumen tatsächlich abspielt.






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