Februar 19, 2021

Koblenzer Verwaltungsgericht zum Schwarzgeldbetrug

Die Koblenzer Staatsanwaltschaft führt gegen insgesamt siebzehn Beschuldigte im Alter von 21 bis 73 Jahren ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts von organisierter Schwarzarbeit, genauer des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt beziehungsweise der Beihilfe hierzu. Ein 51-jähriger Betreiber eines Unternehmens im Sicherheitsgewerbe in Rheinhessen ist verdächtig mittels der Nutzung von sogenannter Servicefirmen und Abdeckrechnungen Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von über 1 Millionen Euro hinterzogen zu haben. Die Servicefirmen sollen ihm Rechnungen für nie geleistete Arbeiten ausgestellt haben, welche der Beschuldigte zahlte und die Rechnungsbeträge abzüglich einer Provision zurück erhielt und somit “Schwarzgeld” erzeugte. Dieses habe er verwendet, um seine nicht ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldeten Schwarzarbeiter zu bezahlen. Die weiteren Beschuldigten seinen die eingetragenen und faktischen Geschäftsführer der Servicefirmen und unterstützen den Mann somit. Am Mittwoch konnten umfangreiche Beweismittel bei der Durchsuchung von über 30 Wohnungen sichergestellt werden.